Ausweiskopien, Gehaltsabrechnungen, interne Unterlagen: Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Senatsverwaltung sind riesige Datensätze im Darknet aufgetaucht. Das Land hatte sich geweigert, das geforderte Lösegeld an die Hackergruppe Rhysida zu zahlen. Die Folge: Die Täter veröffentlichten die erbeuteten Daten. Für die Betroffenen ist das ein Albtraum. Für Ihre Kanzlei ist es ein Weckruf.
Das Problem: Ihre Kanzlei ist ein attraktives Ziel
Rechtsanwälte verwalten genau die Daten, die Angreifer besonders interessant finden: Mandantenakten, Vertragsentwürfe, Gesundheits- und Finanzdaten, Korrespondenz mit Gerichten und Gegenseiten. Dazu kommt die anwaltliche Verschwiegenheit. Ein Datenabfluss ist deshalb nicht nur ein IT-Problem, sondern ein berufsrechtliches und haftungsrechtliches Risiko.
Der Fall Berlin zeigt zwei Dinge sehr deutlich:
- Nicht zahlen schützt nicht vor Veröffentlichung. Wer kein Lösegeld zahlt, riskiert, dass die Daten im Netz landen. Wer zahlt, hat dennoch keine Garantie, dass sie gelöscht werden.
- Der Schaden entsteht oft schon vor dem Angriff. Entscheidend ist, wie gut Netzwerk, Berechtigungen, Datensicherung und Notfallplanung vorbereitet sind.
Die Pflichten nach einem Datenleck
Kommt es in Ihrer Kanzlei zu einer Datenpanne mit Risiko für die Betroffenen, greift die DSGVO: Nach Art. 33 DSGVO muss der Vorfall in der Regel innerhalb von 72 Stunden der Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Bei hohem Risiko sind zusätzlich die Betroffenen zu informieren. Wer in dieser Phase erst klären muss, wer überhaupt zuständig ist und welche Systeme betroffen sind, verliert wertvolle Zeit.
Die Lösung: Vorbereitung statt Schadensbegrenzung
Sie müssen kein Konzern sein, um sich wirksam zu schützen. Fünf Bausteine bringen in der Praxis den größten Effekt:
- Saubere Netzwerkstruktur: Server, Arbeitsplätze, Drucker und Gäste-WLAN gehören in getrennte Bereiche. So bleibt ein Vorfall begrenzt und breitet sich nicht über die ganze Kanzlei aus.
- Restriktive Berechtigungen: Nicht jeder Mitarbeiter braucht Zugriff auf jede Akte und jedes Laufwerk. Je kleiner der Zugriffskreis, desto kleiner der mögliche Schaden.
- Datensicherung mit Rückweg: Backups müssen regelmäßig laufen, vom Produktivnetz getrennt aufbewahrt und vor allem getestet werden. Ein Backup, das sich nicht zurückspielen lässt, ist keines.
- Aktuelle Software und Patches: Betriebssystem, Server, Firewall und Kanzleisoftware sollten stets auf aktuellem Stand sein. Viele Angriffe nutzen Lücken, für die längst Updates existieren.
- Notfallplan und Ansprechpartner: Wer entscheidet im Ernstfall? Wen rufen Sie an? Wer meldet an die Aufsichtsbehörde? Ein kurzer, schriftlicher Plan spart im Ernstfall Stunden.
Ihre Vorteile mit einem erfahrenen IT-Partner
Als RA-MICRO- und DictaNet-Partner kennen wir die Anforderungen von Kanzleien aus der täglichen Praxis. Wir betrachten Ihre IT nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Kanzleisoftware, Netzwerk, Datensicherung und Arbeitsabläufen. Das bringt Ihnen konkrete Vorteile:
- Überblick statt Bauchgefühl: Wir prüfen Ihre Kanzlei-EDV und zeigen Ihnen, wo Handlungsbedarf besteht.
- Lösungen aus einer Hand: Netzwerk, Server, Backup und RA-MICRO greifen ineinander, ohne Schnittstellen-Streit zwischen verschiedenen Dienstleistern.
- Kurze Wege im Ernstfall: Ein fester Ansprechpartner, der Ihre Umgebung kennt, ist im Notfall Gold wert.
- Verständlich erklärt: Sie bekommen klare Empfehlungen in der Sprache Ihrer Kanzlei, nicht in IT-Fachchinesisch.
Was Mandanten und Aufsichtsbehörden von Ihnen erwarten
Wer Mandatsgeheimnisse verwaltet, wird im Streitfall an seiner Vorsorge gemessen. Aufsichtsbehörden und Mandanten fragen nicht nur, was passiert ist, sondern auch, was die Kanzlei vorher getan hat. Dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen, regelmäßige Updates, getestete Backups und eine klare Zuständigkeit für den Ernstfall zeigen, dass Sie Ihre Sorgfaltspflichten ernst nehmen. Das schafft Vertrauen und kann im Ernstfall erheblich zur Entlastung beitragen.
Ein realistischer Einstieg in den Kanzleialltag
Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Starten Sie mit den Maßnahmen, die den größten Hebel haben: ein geprüftes Backup, getrennte Netzwerkbereiche und ein kurzer Notfallplan auf einer Seite. Anschließend arbeiten Sie sich Schritt für Schritt vor. Wir begleiten Sie dabei pragmatisch und so, dass Ihr Kanzleibetrieb mit RA-MICRO und DictaNet jederzeit reibungslos weiterläuft.
Prüfen Sie Ihre Kanzlei, bevor es andere tun
Beantworten Sie sich ehrlich ein paar Fragen: Wann wurde zuletzt ein Backup zurückgespielt? Wer hat Administratorrechte? Wann gab es das letzte Update der Firewall? Und wissen alle Mitarbeiter, was bei einem Verdacht zu tun ist? Wenn Sie bei einer dieser Fragen zögern, lohnt sich ein gemeinsamer Blick auf Ihre Umgebung.
Jetzt Kontakt aufnehmen
Wir unterstützen Sie gerne bei einer kompakten Standortbestimmung Ihrer Kanzlei-IT, damit Ihre Mandantendaten dort bleiben, wo sie hingehören.
ius Systemhaus, Hannover
Telefon: 0511/9998840
E-Mail: frank.pelaccia@ius-systemhaus.de
